Experimente im Klassenraum

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Hallo alle zusammen, hier ist Liesa eure stellvertretende Autorin dieses Blocks. Nun berichte ich über einen Arbeitstag beim KinderUmweltBus im Helmholtz- Zentrum für Umweltforschung (meiner Einsatzstelle).

8Uhr – mein Arbeitstag beginnt. Meine Chefin begrüßt mich freundlich während ich noch schnell den Nachbereitungsbogen einpacke. Dann geht es auch schon runter in die Tiefgarage zu unserem KinderUmweltBus. Ich kontrolliere nochmal ob alles wirklich eingepackt ist. Meistens fehlt sowieso nichts, aber ich gehe lieber auf Nummer Sicher. Jetzt geht es los auf die morgendlichen Straßen Sachsens und Sachsen-Anhalts. Manchmal sind diese unheimlich voll und mit lauter Baustellen gespickt. Bisher haben wir es jedoch immer zum Einsatzort geschafft. Nun gilt es die Kisten in den (Klassen)Raum zu bringen und alles so weit vorzubereiten, dass die Kinder auch gleich loslegen können.
Jede Projektstunde beginnt mit dem Namensschild schreiben der Kinder und dem benennen der Forscherregeln. Danach beginnt der spannendere Teil für die Kinder: sie dürfen unter unserer Aufsicht experimentieren. Dabei versuchen wir möglichst wenig einzugreifen, denn die Kinder sollen möglichst selbständig ausprobieren. Häufig gibt es nämlich Probleme in der Gruppe beispielsweise möchte ein Kind am liebsten alles selber machen, aber so funktioniert nun mal Teamarbeit nicht. Um das zu begreifen probiert man es am Besten selber aus.
Schnell ist das erste Experiment vorbei und das zweite folgt sogleich.
Neugierige Blicke schauen uns an, als wir Pipetten hochhalten und erklären was man damit machen kann. Wieder dürfen die Kinder selbst probieren, wie sie funktionieren. Nun ist die Zeit vorüber und es ertönt Stühle rücken.
Jede Experimentiereinheit dauert ca. 60-90 Minuten und danach folgt die zweite Einheit. Zwischendurch haben wir meist eine Pause, die wir aber auch dringend benötigen, um zum Beispiel die Bechergläser zu säubern.
Füße trappeln ist zu hören und die nächste Klasse stürmt über den Flur. Bevor sie reindürfen, müssen sie erstmal etwas ausgebremst werden. Nachdem sie sich auf ihre Plätze gesetzte haben beginnt das gleiche Spiel von vorn. Dieses Mal ist jedoch ein anderes Thema dran. Meine Chefin und ich gehen durch die Schülerreihen verbessern, loben oder muntern die Kinder auf. Manchmal gibt es Kinder die auch weiterführende Fragen stellen und so gut es eben geht versuchen wir ihnen dann verständlich alles zu erklären.
Ein unruhiges Gemurmel setzt ein, die Hälfte der Kinder ist schon fertig, die andere trödelt noch etwas hinterher. Für manche Kinder ist es dann ziemlich schwierig ruhig zu bleiben und so versuchen wir zügig weiter zu machen. Schnell ist die Zeit vorüber und wir müssen „Tschüss“ sagen. Bei den meist noch jungen Schülern ist die Konzentration auch schon weg. Trotzdem schauen uns die Kinder traurig an, jetzt würden sie doch gerne noch länger sitzen bleiben und experimentieren. Manchmal können wir sie vertrösten, da wir im nächsten Jahr wieder kommen werden. Für heute jedoch packen wir alle Materialien ein und fahren zurück zum UFZ in Leipzig.
Im Büro angekommen, müssen alle benutzen Kisten ausgeräumt werden und alles soweit gesäubert werden, dass es für den nächsten Einsatz sauber ist. Wirklich abgeschlossen ist der Einsatz jedoch erst, wenn er auch im Computer eingetragen ist. Die nächsten Experimente stehen bereits am nächsten Tag an und somit packe ich gleich für sie. Zwischendurch kommen noch ein paar Anrufe oder meine Chefin erteilt mir noch manch kleinen Botengang. Nachdem das alles geschafft ist, widme ich mich einem Ordner den ich bereits gestern begonnen habe neu zu sortieren. So vergeht die Zeit bis zum Feierabend mit weiteren kleinen Aufgaben recht schnell. Noch die Fenster schließen, Licht ausmachen und das Büro abschließen und schon ist auch ein Arbeitstag beim KinderUmweltBus vorüber.

 

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