Dienstag, 05.12.2017

Am ersten gemeinsamen Morgen der Seminarwoche wurden wir von einem supertollen Luxus-Frühstück erwartet. Es gab Waffeln, einen Sandwichmaker, Müsli, Rührei und noch vieles mehr. Nach dieser großartigen Stärkung für den Tag konnten wir uns motiviert in das erste große Thema des Tages stürzen: Ideologie.

Dazu sollten wir alle erst einmal einzeln auf Kärtchen schreiben, was wir denken, was Ideologie ist, und versuchen, eine Definition zu finden. Einige waren dabei etwas denkfaul und befragten Siri oder Google, wohingegen sich andere überlegten, was sie mal im Geschichtsunterricht gelernt hatten, was angesichts der Tatsache relativ schwierig war, dass das nun schon fast ein halbes Jahr her war :D. Schlussendlich hatte jeder eine Idee auf seiner Karte stehen und so konnten diese in der großen Runde, welche im klassischen Stuhlkreis stattfand, vorgetragen werden. Das Ziel dabei war, Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Sätzen zu finden und einige Kleingruppen zu bilden, in denen die ähnlichen Ideen dann noch einmal vorgetragen und zu einer gemeinsamen zusammengefügt wurden.

Ergebnis aus der Kleingruooe

viele verschiedene Ideen

Kleingruppenarbeit

Anschließend sollte eigentlich ein Referent vorbeigucken, aber der hatte wahrscheinlich, angesichts des nicht ganz so fabelhaften Wetters keine richtige Lust. Deswegen ist ein Öki aus dem Vorbereitungsteam eingesprungen. Er hat uns dann verschiedene Definitionen von  verschiedenen schlauen und berühmten Persönlichkeiten vorgelesen und wir sollten diese bewerten und darüber diskutieren, ob diese Ansichten mit unseren Definitionen von Ideologie kompatibel waren oder nicht. Das war zwar etwas trocken und angesichts der wahnsinnig komplizierten Sprache besagter schlauer Leute auch etwas schwer zu verstehen, aber es war dennoch ziemlich interessant, und der Öki hat echt gute Arbeit geleistet, da er nur 2 Tage Vorbereitung für diesen Part hatte.

Nach dieser Anstrengung gab es dann zum Glück erst einmal Mittagessen :D.

Nachdem wir uns alle gut gestärkt wieder im Seminarraum eingefunden haben, war der nächste große Themenkomplex Flucht und Fluchtursachen. Dazu hatte unsere Teamerin Judith zunächst ein ziemlich spannendes Schätzspiel vorbereitet.

An einem Ende des Raumes lag die Zahl 0 und auf der anderen Seite die Zahl 200 und dann sollten wir schätzen und uns dort hinstellen, wo wir dachten, in wie viele Länder z.B. wir Deutschen oder dann im Vergleich ein Afghane visafrei reisen darf. Das Ergebnis hat uns alle sehr erstaunt, denn das lag bei Deutschland bei 177 und bei Afghanistan bei nur 38.  Danach sollten wir uns alle so auf die verschiedenen „Kontinente“ im Raum verteilen wie wir denken, wo die meisten Flüchtlinge aufgenommen werden. Auch hier gab es wieder ein sehr überraschendes Ergebnis, denn mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge auf der Welt kommen in nur zehn Ländern unter.  Laut den Vereinigten Nationen sind zurzeit 21 Millionen Menschen auf der Flucht. Asylwerber, die noch nicht als Flüchtlinge anerkannt sind, fallen nicht in die Statistik.

Wie viele Deutsche wahrscheinlich, haben auch die meisten von uns gedacht, dass die meisten Flüchtlinge nach Europa kommen. Das stimmt aber nicht. Die große Masse an Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen, retten sich in den Nahen Osten, nach Afrika, Asien und die Türkei.

Nach dieser sehr wachrüttelnden und überraschenden Einführung haben wir uns in Kleingruppen eingeteilt, welche sich mit verschiedenen Fluchtursachen wie Gewalt, Armut, Hunger beschäftigen sollten. Das Ziel dabei war die Gestaltung einer Ausstellung, in der anschließend alle FÖJler umhergehen und sich die erstellen Plakate ansehen können, um so auch etwas über die anderen Fluchtursachen zu erfahren. Dazu bekam jede Gruppe auch einige Infotexte als Input.  Anschließend fand dann die Ausstellung statt, in der es sehr verschiedene und sehr interessante Plakate gab.

Ausstellungsplakate

Danach haben wir noch einen Vortrag über die Kuba-Krise angehört und dann gab es schon die obligatorische Tagesauswertung in Form der Stick Runde.

Vortrag über die Kuba-Krise

Dann war der Dienstag schon wieder  zu Ende und wir konnten den Tag bei Filmen, Tischtennis oder Spielen ausklingen lassen.

Text: Marie Schäfer

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