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FÖJ Landessprechertreffen in Dresden
Zurück in der Tabakmoschee!
Am 3. Juni 2016 haben sich eure FÖJ Landessprecher endlich mal wieder zum Landessprechertreffen nach Dresden begeben. Wir hatten genug von den Telefonkonferenzen und wollten uns mal wieder live sehen, um viele Themen rund um das FÖJ in Sachsen zu bereden und zu diskutieren.
Wir haben uns sehr viel ausgetauscht zu den Dingen, die in der vergangenen Zeit passiert sind, haben die Fachstelle engagiert dabei von der Jugendstiftung Sachsen auf den Stand gebracht, was wir Sprecher getan haben. Vor zwei Wochen sind Richard und Pauline zum Beispiel in Leipzig in das Wahlkreisbüro von SPD MdB Daniela Kolbe gefahren und haben dort ein schönes Gespräch geführt, FÖJ Themen und das Sprechersystem in die Politik getragen. Wir haben über die Nutzung des Blogs gesprochen und auch die Vorgehensweise für den Schnitt der Filmsequenzen von den FÖJ Landesaktionstagen.
Mittags wurden wieder unsere kulinarischen Gelüste gestillt und nach einem netten Plausch ging es wieder an die Arbeit.
Der nächste Punkt war der geplante Besuch im Landtag Sachsens. Wir drei möchten gerne im August (nach der Sommerpause) in den Landtag gehen für 2-3 Tage und dort Gespräche mit MdL von allen Fraktionen führen. Es ist wichtig, das FÖJ in der Sächsischen Politik bekannt zu machen und zu zeigen, dass es ein unentbehrlicher Teil der Gesellschaft ist. Den besten Eindruck kann die Politik gewinnen, wenn die Sprecher selbst erscheinen und von ihren Projekten, bisheriger Arbeit und Herzensangelegenheiten reden. Außerdem ist es natürlich eine wunderbare Möglichkeit für uns Landessprecher, auf Landesebene politisch aktiv zu werden und Erfahrungen zu sammeln.
Wir halten euch hier auf dem Laufenden!
Zu guter Letzt planten wir noch das Abschluss-Gruppensprechertreffen, welches am 10. Juni 2016 im Umweltzentrum in Dresden stattfinden wird. Wir haben ausdiskutiert, welche Themen hier relevant wären, mit welcher Methodik man diese am besten bearbeitet und wie wir uns den Tag vorstellen. Thematische Schwerpunkte werden die Reflexion des FÖJ Jahres, der Sprecherarbeit auf Gruppen-, Landes-, und Bundessprecher-Ebene und Projekte sein, die Ergebnisse hieraus möchten wir dann für die Frage, was wir dem nächsten Jahrgang weitergeben, nutzen. Wir lassen gemeinsam die Landesaktionstage Revue passieren, sprechen über persönliche Erfahrungen durch das Sprecheramt, Wertschätzung, unsere Rahmenbedingungen für Engagement und vieles mehr.
Wir freuen uns auf das Treffen mit euch!
Bis nächsten Freitag!
Eure FÖJ Landessprecher
Pauline, Richard und Martijn
Im Land von Grizzlies und Urwaldriesen – Wildnisschutz in Westkanada
Hier mal ein Beitrag einer FÖJlerin der Landestiftung für Natur und Umwelt. Ihre Einsatzstelle ist wilderness international und ihre Seminargruppe hat die Patenschaft für ein Stück kanadischen Regenwald übernommen. Unten findet ihr den Link mit den genauen Koordinaten und der Urkunde.
Jahrtausende alte Bäume, die hoch in den Himmel ragen. Lachsfischende Bären. Kreisende Adler. Das sind Eindrücke aus dem temperierten Regenwald an der kanadischen Westküste. Dort gibt es sie noch: wilde Natur mit riesiger Artenvielfalt. Diese Wildnis konnten ich und 7 weitere Schülern im Sommer 2014 erkunden. Als Teilnehmer der Umweltbotschafterexpedition von Wilderness International haben wir weitab von der Zivilisation gezeltet, uns in den Rhythmus der Natur eingefügt, sie intensiv wahrgenommen und erforscht. Noch immer bewegen mich diese Erlebnisse und so mache ich jetzt ein FÖJ bei Wilderness International, um den temperierten Regenwald in Kanada zu schützen. Dieses einzigartige Ökosystem ist stark bedroht: obwohl Kanada ein hoch entwickeltes Land ist, wurden bereits mehr als 80% des temperierten Regenwaldes an Forstkonzerne verpachtet. Riesige Kahlschlagsflächen zeichnen das Land. Das hat natürlich nicht nur fatale Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierarten dieses Ökosystems, sondern auch auf uns Menschen. Die Regenwaldbäume Kanadas können weltweit am meisten CO2 speichern und wirken damit dem Klimawandel entscheidend entgegen.
Um die letzten Wildnisgebiete für alle zukünftigen Generationen zu bewahren, kauft Wilderness International temperierten Regenwald und schützt ihn per Grundbucheintrag langfristig und rechtssicher. Jeder kann dazu beitragen: Einzelpersonen oder Firmen können eine Patenschaft über ein Wildnisgebiet übernehmen und erhalten dafür eine Urkunde mit persönlichen Geokoordinaten. Schüler können am Wildnislauf, einem Sponsorenlauf zum Schutz des temperierten Regenwaldes, teilnehmen und auch Menschen anderer Altersgruppen haben die Möglichkeit, für den Wildnisschutz zu rennen – bei der Wilderness Teamchallenge, die in diesem Jahr am 24. Juni in Dresden stattfinden wird. Beim letzten FÖJ-Seminar haben wir als Gruppe der LaNU überlegt, wie wir uns aktiv für den Klimaschutz einsetzten können und uns dazu entschieden, gemeinsam eine Wildnispatenschaft zu übernehmen. So konnten wir 64qm temperierten Regenwald (entspricht einer Spende von 50 €) im Toba Tal für immer vor der irreversiblen Zerstörung schützen und den Lebensraum von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten bewahren. Wenn Ihr Fragen habt oder Euch selbst engagieren möchtet, könnt Ihr Wilderness International gerne via Mail oder Facebook kontaktieren.
Unsere Webseite findet ihr unter: www.wilderness-international.org
FÖJ Landessprecher auf dem Fachtag für Freiwilligendienste in Sachsen
Eure Landessprecher in Sachsen waren vorige Woche Mittwoch (18. Mai 2016) auf dem Fachtag für Freiwilligendienste in Sachsen dabei! „Freiwilligendienste in Bewegung“ war der Titel und der Fachtag wurde von der Fachstelle engagiert dabei von der JUST (Jugendstiftung Sachsen) organisiert. Teilnehmer des Fachtags waren die Sprecher der Jugendfreiwilligendienste FÖJ und FSJ, Einsatzstellenvertreter, Träger, Vertreter der Politik und Interessenten.
Herr Beyer vom Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat uns in die Thematik FWD in Bewegung eingeleitet und sich viel mit uns ausgetauscht an diesem Tag.
Es gab zu Beginn zwei Impulsreferate. Dr. Jörn Fischer, von der Voluntaris (Zeitschrift für Freiwilligendienste) sprach über Trends und Themen in den Freiwilligendiensten und machte dabei Abstecher in die Wissenschaft. Nach ihm entführte uns Dr. Gabriele Schambach vom Sinus-Institut in das Gebiet der kürzlich erschienen Studie „Wie ticken Jugendliche 2016?“. Hierbei drehte es sich um die Fragen, wie Jugendliche ihren Alltag leben und erleben, was Sinn für die stiftet und welche Rolle Mobilität, Nachhaltigkeit und digitale Medien für sie haben. Die Schlussfolgerung der Studie war eine Kategorisierung der Jugendlichen. Wir durften Songbeispiele hören, erfahren, was der Sinn des Lebens für die Jugendlichen ist usw. und nach diesen Kategorien wurden die Jugendlichen in verschiedene Schubladen gesteckt.
Wir sind demnach alle einer Kategorie zuzuordnen. Da gab es die Konservativ-Bürgerlichen, Materialistische-Hedonisten, Experimentalistische-Hedonisten, Adaptiv-Pragmatische, Expeditive, Sozialökonomische und Prekäre Jugendliche… Wir hatten ein wenig damit zu kämpfen die Vorteile in der Studie zu sehen. Logisch, man überlegt, wie man am besten an Jugendliche herantritt heutzutage, um sie zum Engagement zu bewegen. Am besten gelingt das, wenn man sie versteht und auf ihre Bedürfnisse eingeht. Wir finden jedoch, dass die Einteilung in Kategorien ein absurder Tick unserer Gesellschaft ist, mit welcher man sehr vorsichtig umgehen sollte. Der Zweck, welchen die Studie erfüllen soll, sehen wir im Verhältnis zum Aufwand als nicht sinnvoll. Interessant war es trotzdem!
Nach einer Diskussionsrunde und dem Mittagessen mit Zeit für Gespräche begann die Workshophase. Es gab 6 Workshops:
- FREIWILLIG. DABEI. BLEIBEN? Brücke zwischen Freiwilligendienst und Ehrenamt und weiterführendem Engagement
- Wir mischen uns ein! Beteiligung und aktive Mitgestaltung der Freiwilligen an den Bildungsseminaren
- Nicht Sie, sondern Du! Interkulturelle Kommunikation und Missverständnisse mit ausländischen Freiwilligen
- „Mehr“wert einer gelingenden Partnerschaft! Best Practice Beispiele und erprobte Instrumente der Zusammenarbeit zwischen Trägern und Einsatzstellen
- Freiwilligendienste in der Flüchtlingsarbeit! Praxis von Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe und Anforderungen an Träger und Einsatzstellen
- Wie ticken Jugendliche 2016? Hier wurde weiter über die Sinus-Studie diskutiert
Wir haben die Workshops sehr genossen und hätten hier gerne noch mehr Zeit zur Verfügung gehabt. Es wurde viel diskutiert, wir haben uns einige Anregungen mitgenommen und viel von uns erzählen können. Am Ende haben wir noch die Ergebnisse aus den Workshops präsentiert.
Es war ein erfolgreicher Tag und wir bedanken uns nochmals für die Einladung, das tolle Programm und die kulinarische Versorgung!
Pauline, Richard und Martijn
Nur ein Held fährt aufs Feld
Mein Name ist Ida Gwendolin und ich komme aus Chemnitz. Mein neues Leben in Limbach-Oberfrohna ist nur ein paar Minuten Autofahrt entfernt. Der Guidohof ist ein Demeter zertifizierter Betrieb und ich arbeite in der Landwirtschaft.
Unter der Woche habe ich ein kleines Zimmer bekommen und teile mir Küche und Bad mit den Praktikanten und Lehrlingen. Das ist auf jeden Fall Gewöhnugssache, da man selten das Gefühl hat, völlig für sich zu sein. Nicht nur mein Umfeld, sondern auch vieles in meiner Lebensweise hat sich verändert durch die Arbeit in meiner Einsatzstelle und die Seminare.
Vor dem FÖJ ging ich 12 Jahre in die Schule, wo ich meinen Realschulabschluss und danach die Fachhochschulreife in Gesundheit und Soziales erreichte. Kurz vor den letzten Prüfungen stand ich jedoch auf ein Mal da und bekam Panik und Druck von allen Seiten. Was willst du eigentlich machen? Was macht dir Spaß? Was fängst du mit deinem Leben an? Das Einzige, was ich wusste war, dass ich nicht Nichts machen will, aber diese Information brachte mich nicht viel weiter. Ich holte mir also Hilfe und meine „Beraterin“ erwähnte eher beiläufig, als beabsichtigt den Guidohof. Von da an merkte ich, dass es mich immer mehr nach draußen zieht. Ich lechzte nach körperlicher Arbeit, den ganzen Tag an der frischen Luft und in der Natur zu sein und mit dem Sonnenaufgang in den Tag zu starten.
Nach 2 Probetagen war für mich klar, dass ich genau hier hin will und zum Glück wollte der Guidohof mich auch. Der Hof hat 30 Festangestellte, da er eine Ökokiste anbietet und dementsprechend Packer, Fahrer und Leute fürs Büro braucht. Sogar das Brot wird hier selbst gebacken. Das Gemüse bekommt die Ökokiste vorwiegend von uns (der Landwirtschaft), 2 Großhändlern und mehreren kleinen regionalen Anbietern geliefert. Die Aufgaben sind klar verteilt, aber irgendwie arbeiten trotzdem alle miteinander zusammen und helfen sich, wenn in der einen Gruppe mal Not am Mann ist. So kann es auch mal vorkommen, dass ich früh halb 5 in der Bäckerei stehe und aushelfe. Dadurch bleibt die Arbeit sehr vielfältig. Hier kennen sich alle untereinander und es wird immer darauf geachtet, dass der Betrieb gut zusammenhält.
Zum Beispiel wird jeden Mittag gekocht und die Landwirtschaft und das Büro treffen sich dann zum gemeinsamen Essen. In der Landwirtschaft sind wir momentan 2 Festangestellte, 2 ehemalige Lehrlinge, die beide übernommen wurden, 1 Lehrling im 2. Ausbildungsjahr und 2 Lehrlinge, die gerade angefangen haben. Alle Lehrlinge machen die freie Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau. Für mich ist das super, weil ich zusätzlich noch sehr viel lernen kann und weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die auf viele neue Dinge stößt. Je nach Jahreszeit treffen wir uns jeden Morgen um 6 oder 7 Uhr zur Besprechung und verteilen die Aufgaben, wie z. B. wer was erntet, das Lagergemüse wäscht oder die Kartoffeln sortiert. Nach der Frühstückspause und der Mittagspause finden weitere Besprechungen statt, damit auch jeder etwas zu tun hat und über die Aufgaben der Anderen bescheid weiß.
Zurzeit sind wir mit der Anzucht beschäftigt und pflanzen fleißig in unsere Gewächshäuser, was zu pflanzen geht. In der kälteren Jahreszeit gibt es für uns natürlich nicht so viel zu tun, da kann einem schon auch Mal ein bisschen langweilig werden. Deswegen beteilige ich mich seit wenigen Wochen an dem FÖJ Blog Sachsen. Außerdem möchte ich das gerne als Ansporn nutzen, mich tiefer mit ökologischen Themen auseinanderzusetzen. Ein aktuelles Thema, an dem ich arbeite, ist z.B. der Komposttee. Dauerhaft interessiert mich jedoch vorwiegend, wie ich mein neues Wissen auch in meinem Leben umsetzen kann, denn wie kann ich mit gutem Gewissen in H&M oder New Yorker Klamotten kaufen, wenn ich den Hintergrund der Produktion kenne? Wie kann ich hochgezüchtetes und mit Chemikalien gespritztes Gemüse und Obst essen, wenn ich weiß, dass es meinem Körper und der Umwelt nicht gut tut? Für mich läuft alles darauf hinaus, meinen Luxus zurückzuschrauben, denn bewusst zu leben, ist nicht immer billig, aber möglich. Bis jetzt war das FÖJ eine hervorragende Entscheidung, denn ich bin auf dem Hof sehr glücklich und habe viele neue Menschen in mein Herz geschlossen. Jedem, der etwas in die Richtung machen will, kann ich nur empfehlen, sich den Guidohof anzuschauen. Die Truppe ist wundervoll und momentan ist es richtig spannend, weil viele neue Dinge entstehen und noch kommen werden. Wer sich näher interessiert, kann sich natürlich gerne bei mir melden.
Liebste Grüße Gwendolin!
Anlegung eines Gemeinschaftsgartens im Dresdner Alaunpark
Am Donnerstag, den 24.3. 2016 unterstützen die 40 FÖJler der Sächsischen Umweltakademie der URANIA den Stadtgärten e.V. bei der Anlegung eines Gemeinschaftsgartens im Rahmen des Landesaktionstages. Die Idee dabei war gemeinsam eine kleine Oase im Herzen der Neustadt zu schaffen, um so die Biodiversität im städtischen Raum zu steigern.
Als wir ankamen war von einem Stadtgarten wenig zu sehen, nur eine Markierung auf dem Boden und umgegrabene Erde mutmaßten wo der Garten entstehen soll. Wir teilten uns vorab in Gruppen, um unsere Aufgaben effektiv zu bewältigen. Und so stellten wir im Laufe des Tages zwei begrünbares Tipis auf, legten einen Weg an, bauten eine Kräuterspirale, pflanzten Hecken, legten Hochbeete an und betreuten einen Infostand.
Am Infostand konnten Passanten und Schaulustige sich über den Stadtgarten und das FÖJ informieren.
Die Anlegung eines Stadtgartens, zu dem alle Zutritt haben und man seine Lebensmittel selbst anbauen kann, hat die Aufmerksamkeit vieler Anwohner auf sich gezogen und gegen späten Nachmittag halfen noch andere Leute mit. Darunter auch Menschen mit Migrationshintergrund.
„Schließlich ist es auch ein Anliegen unserer Aktion Menschen durch das gemeinsame Gärtnern zusammen zu bringen“
– Carolin Rautenberg, FÖJ Sprecherin
Der Landesaktionstag im FÖJ 2015/2016 des Internationalen Bundes Löbau
Waldaufräumarbeiten im Sachsenforst Stannewisch
Am Mittwoch, den 23. März 2016 fand unser Landesaktionstag im Freiwilligen Ökologischen Jahr in Sachsen statt. Nach einem sehr erfolgreichen Seminar im Waldschulheim Stannewisch bei Niesky Anfang März diesen Jahres hatten wir uns überlegt, genau dort unseren Landesaktionstag stattfinden zu lassen. Vielleicht kurz zur Erklärung: Der Landesaktionstag im FÖJ ist ein Tag, an dem alle FÖJler landesweit Aktionen starten, um auf das Freiwillige Ökologische Jahr aufmerksam zu machen, ökologische Brennpunkte zu besprechen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben oder wie wir direkt vor Ort in der Natur bei anstehenden Arbeiten zu helfen.
Unser Tag stand unter dem großen Thema „Waldarbeit“. Pünktlich starteten wir bei einem Mix aus Sonne und Wolken und Temperaturen um die 5°C mit unseren Aufgaben. Förster und Waldarbeiter versorgten uns mit Arbeitsjacken, Helmen und Arbeitshandschuhen und in einem Handwagen zogen wir unser Werkzeug hinter uns her. Unsere erste Amtshandlung war das Anbringen von Nistkästen, welche wir im letzten Seminar selbst hergestellt hatten.
Nachdem dies erledigt war, teilten wir uns in kleinere Gruppen von 3-4 Freiwilligen auf, um uns der nächsten Herausforderung zu stellen: Wie schon im Seminar standen Baumfällarbeiten im Wildtiergehege auf dem Programm, allerdings nicht mit Kettensäge und schweren Maschinen, sondern ökologisch ohne Lärm und Abgasen mit der Handsäge und eigener Muskelkraft. Es sollten verwachsene, schwache Kiefern gefällt, in 2 m lange Stücke zersägt und diese Stücke zu einem Haufen am Zaun aufgeschichtet werden. Schnell fand sich ein Foto- und Kamerateam und die Arbeiten konnten beginnen. Es wurde gesägt, geschwitzt und geflucht und des Öfteren hallte ein „Achtung, Baum fällt!“ durch den Kiefernwald, gefolgt von einem Krachen und Jubelrufen.
Vier von uns Freiwilligen hatten außerdem die Ehre, zusätzlich zu den anderen Bäumen eine halb über den Zaun ragende Kiefer mithilfe von Seilzügen in die richtige Richtung zu ziehen und dann durch eine schmale Schneise zwischen anderen Bäumen hindurch zu fällen. Das schwierige Vorhaben gelang und wurde per Kamera dokumentarisch festgehalten.
Nach erledigter Arbeit endete unser Arbeitseinsatz in Stannewisch mit einer kurzen Auswertung. Anschließend machten sich alle Freiwilligen mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder auf den Weg nach Hause.
Trotz der körperlich recht anstrengenden Arbeit hatten wir auch an diesem Tag wieder sehr viel Spaß im Wald und die Zeit verging wie im Flug. Zum wiederholten Mal konnten wir beweisen, dass Waldarbeit nicht zwingend „Männersache“ ist! J
Abschließend möchten wir uns herzlich bei Herrn Eichler für die Bewirtung und seinen Einsatz bedanken.
Die „Ökis“ vom IB Löbau
Hecken pflanzen in Crottendorf – Landesaktionstag vom IAJ
Am Dienstag, den 07. April 2016, fand der regional durchgeführte Landesaktionstag der FÖJ-Seminarguppe des IAJ Annabergs in Crottendorf statt. Die knapp 30 FÖJler der Seminargruppe des IAJ unterstützten den Landschaftspflegeverband „Mittleleres Erzgebirge“ bei seinem Vorhaben mehrere Hecken auf den Feldern und Wiesen rundum Crottendorf zu pflanzen.
Egal ob Gießkannen befüllen, Löcher mit dem Spaten ausheben oder Heckenpflanzen, wie Schlehen, Holunder, oder Rosen, in den Boden zu setzen, es war eine Menge zu tun und das Ergebnis am Ende konnte sich sehen lassen. Bei sonnigem Wetter im Erzgebirge konnten wir gutes für die Landschaft im Erzgebirge tun und hoffen, dass die Hecke sich prächtig entwickeln wird.
21. März 2016 – Auftakt der Sächsischen FÖJ Landesaktionstage!
Frühjahrsputz im Rabensteiner Wald und seed bombs and flower power …
Am Montag, den 21. März 2016, zum Auftakt der Sächsischen FÖJ Landesaktionstage haben die ca. 70 FÖJlerInnen der Landesstiftung für Natur und Umwelt und der Grünen Liga ihren Aktionstag im Raum Chemnitz durchgeführt. Hierfür wurden die Freiwilligen in zwei Gruppen eingeteilt.
Die Gruppe für die Öffentlichkeitsarbeit mit ca. zwanzig FÖJlerInnen ist morgens 09:30Uhr auf dem Hauptgelände des Botanischen Gartens in Chemnitz eingetroffen und hat Frühblüher mit FÖJ Aufklebern versehen für die Arbeit nach dem Mittag in der Innenstadt. Im Anschluss wurden Wege von Unkraut befreit, es wurde am Kompost gearbeitet und Laub zusammengekehrt.
Diese Aushilfe im Botanischen Garten diente als Start in den Tag und die körperliche Verausgabung führte dann zum Mittagsgrill zu großem Hunger!
Gut gestärkt ging es weiter in die Chemnitzer Innenstadt auf den Ostermarkt. Dort haben die Freiwilligen ihre beklebten Frühblüher verschenkt, und im Gegenzug über das FÖJ erzählt. Es sind schöne Gespräche zustande gekommen und es wurde erfolgreich auf diesen einzigartigen Freiwilligendienst aufmerksam gemacht.
Während einige Freiwillige herumliefen und Blumen verteilten und vom FÖJ erzählten haben sich ein paar andere an unserem Stand bereitgestellt und seed bombs (Samenbomben: Ton- oder Lehmerde mit Samen vermischt, welche man auf Erdboden wirft und alles gedeiht) mit Passanten hergestellt. Nebenbei kam man locker ins Gespräch über das FÖJ, konnte den Passanten über Erfahrungen berichten, Flyer und anderes Material verteilen.
Es war ziemlich kalt aber es wurde sich gut abgewechselt, sodass sich jeder mal beim Blumen verteilen bewegen konnte. Wir sehen den Tag als sehr gelungen an, waren sehr gut in der Zeit, haben alle mit angepackt, uns verausgabt, den Mund fusselig geredet und sind jetzt ziemlich k.o.!
Die zweite Gruppe hat sich noch etwas mehr um praktische Arbeit gekümmert. Hierfür sind ca. fünfzig Freiwillige der beiden Träger in den Rabensteiner Wald bei Chemnitz gefahren und haben sich dort wiederum in zwei Gruppen eingeteilt.
Die eine Gruppe hat den „Frühjahrsputz“ vollbracht, sprich diverse Säcke voll Müll im Wald gesammelt und weggefahren.
Die andere Gruppe hat unter Anleitung des Sachsenforsts mehrere hundert Rotbuchen gepflanzt und somit den Wald aufgeforstet.
Auch hier gab es ein mittägliches Grillen und danach ging es noch einmal an die körperliche Arbeit. Die FÖJlerInnen haben viel geschafft und sind sehr zufrieden mit dem Tag.
Die Sprecher der zwei Träger (Pauline Haupt und Sebastian Groß für die LaNU, Felix Schmidt, Laura Steinert und Jonas Schädlich für die Grüne Liga), welche den Landesaktionstag mit ihren Trägern organisierten, haben sich auf die zwei Gruppen aufgeteilt und sehen den Tag als überaus gut gelungen an.
Blogbericht von Pauline Haupt, Landessprecherin Sachsen und Bundessprecherin des FÖJ
Bericht Landesaktionstag Paritätische Freiwilligendienste
Montag, der 21. März 2016: Landesaktionstag! Endlich, nach monatelanger Planung trafen wir FÖJler von den Paritätischen Freiwilligendiensten uns zu einer gemeinsamen Naturschutzaktion.
Unser Ziel war es in einem ehemaligen Steinbruch südlich von Dresden, dem Plauenschen Grund, Abhänge von gefällten und umgefallenen Bäumen zu befreien und das Gehölz zu Hecken aufzuschichten, um so Lebensraum für Reptilien, Insekten, Kleinsäuger und Vögel zu schaffen.
Dazu fanden wir uns um 9.15 Uhr in Plauen im Süden von Dresden ein und erreichten nach einer kurzen Wanderung unseren Einsatzort.
Dort erwarteten uns Uwe Prokoph, der Leiter des JugendÖkoHauses Dresden, der in diesem Gebiet schon mehrere Aktionen zum Schutz der Reptilien durchgeführt hat, sowie Mitarbeiter des Naturschtz Dresden und der Landesfachgruppe Reptilien mit einer kleinen Einweisung in den Hintergrund der Aktion.
So benötigen Reptilien Freiflächen auf denen sie liegen und Sonne tanken können, aber auch Hecken zum Schutz, weshalb es notwendig war, dass wir die Bäume und Äste wegräumen, um daraus Hecken zu errichten.
Da wir jedoch keine Zeit verlieren wollten, teilten wir uns in mehrere Gruppen ein und teilten uns auf verschiedene Gebiete im Steinbruch auf.
So fing eine Gruppe im Nordteil an und musste sich dort durch große Dornenbüsche schlagen, die zweite Gruppe fing am Fuß des mittleren Hangs an eine lange Reihe von Benjeshecken, also aus Totholz aufgeschichteten Hecken anzulegen, während die letzte Gruppe im Südteil einen ganzen Hang von mehreren Schichten angesammeltem Holz freilegen musste. Dabei enstand natürlich auch eine dementsprechend hohe Hecke, die jedoch in wenigen Jahren durch Verwesung schon wieder auf einen Bruchteil zusammen gesunken sein wird, was einen großartigen Lebensraum für Insekten darstellt.
Zudem konnten wir in diesem Teil des Steinbruchs vorhandene Steinformationen nutzen um Verstecke für Kleinsäuger zu schaffen. Nach mehreren Stunden anstrengender, aber auch überaus erfolgreicher gemeinsamer Arbeit hatten wir sämtliche Hänge von Totholz befreit und viele neue Lebensräume für verschiedenste Tiere geschafft.
Aus diesem Grund freuten wir uns auch sehr über das anschließende gemeinsame Essen, das uns Claudia und Rico servierten.
Als krönenden Abschluss bekamen wir auch unsere, ebenfalls nach monatelanger Planung entstandenen FÖJ-T-Shirts, sodass wir das FÖJ und den Landesaktionstag wohl nie vergessen werden.
Nach einigen Abschlussworten von Uwe und Rico, machten wir uns dann alle mit dem guten Gefühl gemeinsam etwas Sinnvolles für unsere Umwelt getan zu haben auf den Nachhauseweg.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass der Landesaktionstag eine super Aktion war, da wir uns als Gruppe nochmal getroffen haben, die Arbeit trotz der Anstrengung viel Spaß gemacht hat und sich das Ergebnis mehr als sehen lassen kann!
Written by
Simon Schorlemmer, Max Kegel